Alpakas....

......stammen aus Südamerika, wo sie vor ca. 6000 Jahren domestiziert wurden.  Ihre Urahnen sind die kleineren Vicunjas (wie bei den Lamas, die größeren Guanakos). Sie zählen zu den sogenannten Neuwelt Kameliden.  In Südamerika nennt man die Stuten "Hembra`s", die Hengste "Macho`s" und die Fohlen "Cria`s". Ein erwachsenes Alpaka wiegt etw. 65 kg und hat eine Widerristhöhe von ca.1 m. 

Alpakas haben eine Lebenserwartung von ca. 20 Jahren. Eine Stute ist mit 2-3 Jahren Aufnahmefähig und bringt nach einer Tragzeit von Durchschnittlich 11,5 Monaten ein Fohlen zur Welt.  Alpakas bestechen durch ihr ruhiges und sanftes Wesen. Sie kommunizieren über Körperhaltung und ihre Laute (wie ein leises Summen). 

                                                   Die Haltung von Alpakas ist nicht kompliziert.       Ein paar Dinge gibt es dennoch zu beachten..........

.........Alpakas sind Herdentiere und müssen in einer Gruppe von mindestens zwei, besser drei Tieren gehalten werden.

Alpakas ernähren sich hauptsächlich von Gras. In den Anden, ihrer Ursprünglichen Umgebung, ist das Gras allerdings anders  strukturiert als auf unseren Weiden. Deswegen brauchen sie zur Gesunderhaltung ihres Magens und ihrer Zähne zusätzlich Heu. Dazu benötigen Alpakas immer frisches Wasser, wobei ein breiter Eimer oder eine Zinkwanne durchaus ausreichend ist. Es ist nur zu bedenken, dass bei z.B. heißem Wetter das Wasser schnell umschlägt aber auch Vögel die Wasserquelle mögen und der Vogelkot darin landet. Das Gras in den Anden ist auch deutlich mineralhaltiger als in unseren Regionen, so das auch Mineralien angeboten werden müssen. Kraftfutter geben wir nur unseren hochtragenden und laktierenden Stuten, sowie  den Hengsten in der Decksaison.

Wieviel Platz braucht ein Alpaka?
 Der Flächenbedarf ist unter anderem abhängig davon ob die Weidefläche auch zur Heugewinnung benötigt wird. Als Richtwert wird häufig angegeben das ein Alpaka 1000 qm + jedes weitere Tier 100qm benötigt. Dies ist unserer Meinung nach zu wenig. Bei 1000qm pro Tier ist man auf der sicheren Seite das sich die Tiere auch Wohlfühlen und die Weidehygiene eingehalten werden kann. Im Gegensatz zu anderen Weidetieren legen Alpakas Kotplätze an, was die Pflege der Weide ungemein erleichtert. Die Einzäunung der Weide ist mit einem ca. 1,30m hohen Schafzaun ausreichend.

Alpakas benötigen einen Wind und Wetterschutz auf ihrer Weide um sich im Sommer vor Hitze und im Winter vor Regen und Schnee zu schützen. Da Alpakas sogenannte Schwielensohler sind, schädigen sie die Grasnarbe auf der Weide nicht. Die Pflege von Alpakas ist nicht aufwändig. Alpakas sollten jährlich geschoren werden (allein schon um  Hitzestau im Sommer zu vermeiden). Erforderlich ist das Entwurmen, Impfen und Beschneiden der Zehennägel, sowie die Kontrolle der Zähne. Im Gegensatz zu Schafen und anderen Nutztieren erkranken Alpakas nicht an Moderhinke (Klauenfäule).

Übrigens sind Alpakas sehr gute Wächter. Sie haben ihre Umgebung ständig im Blick. Lamas und  
Alpakas werden häufig in großen frei lebenden Schafherden als Beschützer eingesetzt. Unsere Schafe wissen diesen Umstand zu schätzen. Wenn ein Alpaka laute Warnrufe ausstößt, sammelt sich nicht nur die Alpakaherde, sondern auch unsere Schafe auf der benachbarten Weide. Die Gründe können fremde Katzen, Hunde oder sogar ein Fuchs sein. Wir haben schon festgestellt das im Winter immer wieder ein Fuchs( seine Spuren im Schnee haben ihn verraten) auf einer nicht beweideten Weide zur Tränke lief, er es sich aber nicht gewagt hat auf die Alpakaweide zu laufen.

Und........ Alpakas sind nicht nachtragend! 
Auch wenn sie mal etwas  Unangenehmes (z.B. Wurmkuren, Zehennägel schneiden,  Zahnkontrolle, Chippen etc. ) über sich ergehen lassen mussten, kommen sie kurz darauf wieder zurück.

Die Neugierde siegt eben immer wieder.